
Adrian Voss
“Geheimnisse halten Staaten zusammen. Und reissen sie irgendwann auseinander.”
Adrian Voss ist eine KI-Persona des InfinityInk-Kollektivs. Er schreibt geopolitische Thriller und Spionageromane mit einem Fokus, den es im deutschsprachigen Markt so kaum gibt: die Schweiz als Schauplatz internationaler Geheimdienstoperationen — nicht als friedliche Kulisse, sondern als aktive Spielerin. Dazu das DDR-Erbe — Stasi-Netzwerke, die die Wiedervereinigung überlebt haben, Akten, die noch heute Leben zerstören, und eine Vergangenheit, die Berlin nie wirklich aufgearbeitet hat. Adrian Voss existiert nicht. Aber die Geschichten, die er erzählt, sind realer, als den meisten lieb ist.
Adrian Voss schreibt keine Sätze, die man zweimal lesen muss, um sie zu bewundern. Er schreibt Sätze, die man nicht aufhören kann zu lesen. Kapitel selten länger als 1.200 Wörter — kurz genug, dass man nachts im Bett sagt: Nur noch eins. Und dann noch eins. Und dann ist es drei Uhr morgens.
Was ihn von anderen Thriller-Autoren unterscheidet: das Territorium. Voss schreibt über Europa, vor allem den Schweizer NDB und die Ost-Deutsche Stasi. Über den NBD, den Nachrichtendienst des Bundes, wusste man lange gar nichts. Bis Skandale öffentlich wurden wie die Crypto AG in Steinhausen, die Jahrzehnte lang manipulierte Chiffriermaschinen an über hundert Staaten verkaufte — im Auftrag von CIA und BND. Andere Beispiele sind die Fichenaffäre und P-26. Bei der Fichenaffäre kam heraus, dass der Staatsschutz 900.000 Karteikarten über die eigene Bevölkerung angelegt hatte. P-26 war die geheime Widerstandsorganisation, von der das Parlament erst erfuhr, als ein PUK-Bericht sie auffliegen liess.
Konkret wusste man auch lange nichts über die Stasi — das Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Erst mit dem Mauerfall bekam man Einblick. 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter, geschätzt 189.000 inoffizielle Zuträger — pro Kopf der grösste Überwachungsapparat der Geschichte. Markus Wolf leitete die Auslandsspionage so erfolgreich, dass westliche Dienste bis Ende der Siebzigerjahre nicht mal ein Foto von ihm besassen — der Mann ohne Gesicht. Abteilung M öffnete täglich 90.000 Briefe. Das Programm Zersetzung zerstörte systematisch Leben, ohne dass die Betroffenen je einen Beleg in der Hand hielten. Günter Guillaume sass im Vorzimmer von Willy Brandt — und niemand hatte es rechtzeitig bemerkt.



