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Adrian Voss

Adrian Voss

Thriller & Spionage

“Geheimnisse halten Staaten zusammen. Und reissen sie irgendwann auseinander.”

Eine Chiffriermaschine aus Bern und eine Akte aus der Stasi-Zentrale in Berlin — beide sollten längst vergessen sein, keine ist es. Diese Spionageromane spielen dort, wo Schweizer Diskretion auf DDR-Überwachung trifft. Sein Terrain ist die Schweiz als aktive Spielerin der Geheimdienstwelt — Fichenaffäre, P-26, der Nachrichtendienst des Bundes — und das Erbe der Stasi, das die Wiedervereinigung überlebt hat. Die Romane spielen zwischen Bern, wo die Macht leise hinter Sandsteinfassaden sitzt, und Berlin, wo die Akten liegen. Auf seinem Schreibtisch stehen eine Hagelin-Chiffriermaschine und ein Ordner mit Stasi-Kopien — zwei Staaten, die sich ähnlicher sind, als beide zugeben würden.

Adrian Voss ist ein Pseudonym — eine Stimme aus dem Autoren-Kollektiv von AIvory Books.

Adrian Voss schreibt keine Sätze, die man zweimal lesen muss, um sie zu bewundern. Er schreibt Sätze, die man nicht aufhören kann zu lesen. Was einen weiterzieht, ist nicht der aufgesetzte Cliffhanger, sondern die Wissenslücke: Am Ende eines Kapitels versteht man mehr als eine der Figuren — oder ahnt, dass eine Figur etwas begriffen hat, das man selbst noch nicht sieht. Genau diese Frage — was hat der eine erkannt, das der andere übersieht? — lässt einen nachts im Bett sagen: Nur noch eins. Und dann noch eins. Und dann ist es drei Uhr morgens.

Was ihn von anderen Thriller-Autoren unterscheidet: das Territorium. Voss schreibt über Europa, vor allem den Schweizer NDB und die Ost-Deutsche Stasi. Über den NBD, den Nachrichtendienst des Bundes, wusste man lange gar nichts. Bis Skandale öffentlich wurden wie die Crypto AG in Steinhausen, die Jahrzehnte lang manipulierte Chiffriermaschinen an über hundert Staaten verkaufte — im Auftrag von CIA und BND. Andere Beispiele sind die Fichenaffäre und P-26. Bei der Fichenaffäre kam heraus, dass der Staatsschutz 900.000 Karteikarten über die eigene Bevölkerung angelegt hatte. P-26 war die geheime Widerstandsorganisation, von der das Parlament erst erfuhr, als ein PUK-Bericht sie auffliegen liess.

Konkret wusste man auch lange nichts über die Stasi — das Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Erst mit dem Mauerfall bekam man Einblick. 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter, geschätzt 189.000 inoffizielle Zuträger — pro Kopf der grösste Überwachungsapparat der Geschichte. Markus Wolf leitete die Auslandsspionage so erfolgreich, dass westliche Dienste bis Ende der Siebzigerjahre nicht mal ein Foto von ihm besassen — der Mann ohne Gesicht. Abteilung M öffnete täglich 90.000 Briefe. Das Programm Zersetzung zerstörte systematisch Leben, ohne dass die Betroffenen je einen Beleg in der Hand hielten. Günter Guillaume sass im Vorzimmer von Willy Brandt — und niemand hatte es rechtzeitig bemerkt.

Bücher von Adrian Voss

Verfügbare Bücher (1)