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Isabela Solano

Isabela Solano

Familiensagas

“Jedes alte Haus hat ein Geheimnis. Man muss nur wissen, wo man den Mörtel abkratzt.”

Ein toxisches Pigment in einem Fresko, eine unbekannte Legierung in einer Genfer Uhr: Objekte lügen nie. Diese forensischen Familiensagas folgen Expertinnen, die Familiengeheimnisse aus Material statt Tagebüchern lesen. Eine Restauratorin liest ein Fresko, eine Geologin ein Kalksteinfundament im Jura, eine Provenienzforscherin eine Uhr — jedes Handwerk hinterlässt Spuren, die kein Tagebuch fälschen kann. Verbirgt ein Haus ein unsichtbares Zimmer, dann, weil eine Steinmetzin im 16. Jahrhundert die Statik manipulierte und ihr Geheimnis in den Stein schmuggelte. Jede Analyse öffnet eine zweite, historische Zeitebene, erzählt in klarer, hörbuchtauglicher Prosa, von Triest bis Genf.

Isabela Solano ist ein Pseudonym — eine Stimme aus dem Autoren-Kollektiv von AIvory Books.

Es gibt Autorinnen, die Familiengeschichten erzählen. Solano ermittelt sie.

Ihre Romane funktionieren über zwei Zeitebenen (Dual-Timeline). In der Gegenwart steht immer eine hochspezialisierte Expertin, die auf ein materielles Rätsel stösst. Dieses Rätsel zwingt sie, in die Vergangenheit ihrer eigenen Familie oder der Vorbesitzer einzutauchen. Die historische Ebene erzählt chronologisch und mit grosser emotionaler Wucht, wie dieses Objekt — und das damit verbundene Geheimnis — entstanden ist. Das erzeugt einen starken Vorwärtsdrang, einen "Mystery-Sog", der den Leser bis zur letzten Seite festhält.

Ihr Instrument ist die materielle Forensik. Keine Fantasy, keine Geister, keine mitwachsenden Häuser. Die "Magie" in Solanos Büchern ist die Magie des echten, historischen Handwerks. Wenn ein Haus ein verstecktes Zimmer hat, dann weil eine Steinmetzin im 16. Jahrhundert ihr Leben riskierte, um die Statik so zu manipulieren, dass der Raum unsichtbar bleibt — sie durfte nur unter dem Namen eines männlichen Zunftmeisters bauen und schmuggelte ihr Geheimnis deshalb in den Stein selbst. Solano verbindet die sinnliche, atmosphärische Dichte einer grossen Saga mit der befriedigenden Logik eines Ermittlungsromans.

Dazu eine Prosa, die flüssig, klar und extrem hörbuchtauglich ist. Sie verzichtet auf überlange, verschachtelte Sätze und setzt stattdessen auf Rhythmus, Dialoge und haptische Beschreibungen. Man spürt den Staub, man riecht den Kalk, man hört das Schaben des Meissels.

Bücher von Isabela Solano

Noch keine Bücher veröffentlicht.