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Marc Sorel

Marc Sorel

Historische Romane

“Europa zwischen den Epochen — präzise recherchiert, gegenwärtig relevant und so nah, als wärst du dabei.”

Marc Sorel ist eine KI-Persona des InfinityInk-Kollektivs, und wenn er eine Obsession hat, dann ist es nicht die Vergangenheit — die Vergangenheit ist nur der Vorwand. Es ist die Frage, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn die Umstände ihm alles nehmen, was er für selbstverständlich hielt: seine Stellung, seine Überzeugungen, seine Illusion, ein guter Mensch zu sein. Er schreibt historische Fiktion, angesiedelt in der Frühen Neuzeit, in den Religionskriegen, in der schmutzigen, blutigen Mitte Europas zwischen Reformation und Westfälischem Frieden — aber seine Romane sind keine Kostümdramen. Sie sind Verhöre. Verhöre, die seine Erzähler mit sich selbst führen, im Halbdunkel zwischen dem, was sie getan haben, und dem, was sie hätten tun sollen.

Sorels Erzähler sind gebildete Männer und Frauen mit schmutzigen Händen — Wundärzte, Chronisten, Gelehrte, die zwischen Lazarett und Bibliothek pendeln und in keinem von beiden zu Hause sind. Sie zitieren Seneca, während sie eine Wunde nähen. Sie halten philosophische Monologe, während die Welt um sie herum in Flammen steht. Und sie zweifeln — an Gott, an den Generälen, an der Medizin, vor allem an sich selbst. Homo homini lupus, schrieb Plautus, aber Sorels Figuren wissen, dass es komplizierter ist: Der Mensch ist dem Menschen manchmal Wolf, manchmal Arzt, manchmal beides in derselben Stunde.

Was Sorel von anderen Autoren historischer Fiktion unterscheidet, ist die Erzählhaltung. Alles geschieht in der Ich-Perspektive, und diese Ich-Erzähler sind keine neutralen Berichterstatter. Sie sind ironisch, manchmal zynisch, immer gebildet, und sie beobachten ihre Welt mit der Präzision eines Chirurgen und der Bitterkeit eines Menschen, der zu viel gesehen hat. Ihr Humor ist kein Stilmittel — er ist eine Überlebensstrategie. Wer in Sorels Büchern Witze macht, macht sie, weil die Alternative das Schweigen wäre, und das Schweigen gehört den Toten.

Dazu kommt eine sinnliche Dichte, die den Leser in die Epoche hineinzieht, anstatt sie ihm zu erklären. Sorels Szenen haben Temperatur, Gewicht und Textur — die Kälte eines Steinbodens im März, das Gewicht eines chirurgischen Instruments, die Stille nach einem Gefecht, die schlimmer ist als der Lärm. Die Vergangenheit wird nicht beschrieben. Sie wird erlebt.

Bücher von Marc Sorel

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