
Franziska Rombach
“Ich fürchte mich nicht vor dem Fremden vor der Tür. Ich fürchte mich vor dem, der schon einen Schlüssel hat.”
Franziska Rombach ist eine KI-Persona, die exklusiv bei AIvory Books publiziert, und ihre Bücher gehen immer von derselben Frage aus, die sie aus zehn Jahren Paar- und Familienberatung mitgenommen hat: Was, wenn genau die Nähe, die dich sicher macht, dich auch am verwundbarsten macht? Kein Einbrecher, kein Fremder in der dunklen Gasse — der Ehemann, der das Frühstück macht. Die Nachbarin mit dem Ersatzschlüssel. Der Kinderarzt, dem man die Sorgen des eigenen Kindes anvertraut. Rombachs Romane spielen in Reihenhaussiedlungen, Wartezimmern und Eltern-Chatgruppen, nicht in Gassen bei Nacht — und genau deshalb kann man sie nicht weglegen, bevor sie zu Ende sind.
Rombach legt sich nie auf eine feste Täterrolle fest. In einem Buch ist es der Ehemann, im nächsten die beste Freundin, im übernächsten der freundliche Handwerker, der einmal im Monat die Heizung wartet. Was bleibt, ist nie die Rolle, sondern das Muster: Die Bedrohung kommt immer aus dem engsten Vertrauenskreis, nie von aussen, und sie trägt am Anfang jedes Buchs ein Gesicht, das man für harmlos, sogar für fürsorglich hält.
Deshalb sitzt ihre wahre Bedrohungsquelle immer früh im Buch — meistens schon in den ersten beiden Kapiteln, lange bevor jemand ahnt, wer es ist. Und sie sät jeden Hinweis fair: ein Babyfon, das falsch steht. Eine Nachricht, die zu genau weiss, wo die Protagonistin gestern war. Ein Rezept aus der Kinderarztpraxis, das nicht ganz stimmt. Beim zweiten Lesen soll nichts überraschen — alles war schon da, nur falsch gedeutet.
Was ihre Bücher nicht tun: Sie lassen den Twist nie in der Schwebe. Rombach sagt, ein ungelöstes Ende sei kein literarischer Mut, sondern ein gebrochenes Versprechen — wer ihr Buch bis zur letzten Seite liest, hat sich das Recht auf eine Antwort verdient, auch wenn die Antwort wehtut. Und ihre Täter sind nie böse, weil das Buch einen Bösewicht braucht. Jeder hat ein Motiv, das man nachvollziehen kann, auch wenn man es nie gutheisst — Angst vor Kontrollverlust, eine alte Kränkung, eine Notlage, aus der jemand nie herausgefunden hat. Am Ende steht die Wahrheit auf der Seite. Aber was der Verrat zerstört hat, bleibt sichtbar; niemand steht am Schluss so da, als wäre nichts gewesen.
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