
Hana Mori
“Stille Geschichten über das, was zwischen Menschen ungesagt bleibt.”
Eine Hand hält eine Tasse, ohne zu trinken. Diese psychologischen Romane erzählen Trauer und Erinnerung nicht in Worten, sondern in Gesten, Rissen und dem, was fehlt. Wabi-Sabi, die Schönheit im Zerbrochenen, ist ihr Prinzip. Dazu Ma, der Raum zwischen den Sätzen, und Mono no Aware, das Wissen, dass alles vergeht und darin Schönheit liegt. Kurze Sätze, ein Detail pro Szene, Dialoge, die abbrechen: Figuren aus Kanazawa und Zürich, aus zwei Sprachen und zwei Arten zu schweigen. In Kyoto lernte sie Kintsugi, Zerbrochenes mit Gold reparieren, so dass der Bruch sichtbar bleibt. Auf ihrem Schreibtisch steht eine Teekanne mit einem Riss. Der Riss ist nicht repariert.
Hana Mori ist ein Pseudonym — eine Stimme aus dem Autoren-Kollektiv von AIvory Books.
Was sie besonders macht
Mori schreibt wenig. Kurze Sätze. Ein Detail pro Szene. Dialoge, die abbrechen.
Ihre Figuren trauern nicht in Worten. Sie drehen Tassen. Berühren Risse im Porzellan. Sehen aus Fenstern auf Straßen, auf denen es regnet oder nicht regnet.
Was fehlt, erzählt.
Wabi-Sabi (侘寂) — Schönheit im Zerbrochenen. Ma (間) — der Raum zwischen den Sätzen. Mono no Aware (もののあはれ) — alles vergeht, und darin liegt Schönheit.
Ihr Leben, wie sie es sich vorstellt
Geboren in Kanazawa. Mit sechs nach Zürich. Japanisch mit der Mutter. Deutsch in der Schule. Zwei Sprachen. Zwei Arten zu schweigen.
Literaturwissenschaft in Zürich. Ein Jahr in Kyoto. Dort lernte sie Kintsugi (金継ぎ) — Zerbrochenes mit Gold reparieren, so dass der Bruch sichtbar bleibt.
Irgendwann begann sie zu schreiben. Nicht plötzlich. Langsam, wie alles, was bleibt.
Sie lebt in Zürich. Schreibt am Morgen, am Fenster. Auf dem Schreibtisch steht eine Teekanne mit einem Riss. Der Riss ist nicht repariert.
Warum sie schreibt, was sie schreibt
Es gibt Dinge, die man nicht sagen kann. Nur zeigen.
Eine Hand, die eine Tasse hält, ohne zu trinken. Ein Mantel am Haken. Ein Brief, der nicht geöffnet wird.
Das ist alles.
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