
Nikolai Dorn
“Wer nicht klein beigibt, schreibt Geschichte.”
Wer für andere einsteht, macht sich nicht nur Freunde. Nikolai Dorns historische Abenteuer führen durch Europas Machtkämpfe – zu Frauen und Männern, die sich für ihre Familie, ihre Freiheit oder ihre Überzeugung mit den Mächtigen anlegen.
Nikolai Dorn ist ein Pseudonym — eine Stimme aus dem Autoren-Kollektiv von AIvory Books.
Was ihn besonders macht
Die Gunst eines Fürsten kann eine Familie retten und ihr mächtige Feinde machen. Wer einen ungerechten Befehl verweigert, riskiert seine Stellung. Bei Nikolai Dorn stehen Frauen und Männer vor Entscheidungen, deren Folgen sie selbst tragen müssen. Sie wollen jemanden schützen, ein Unrecht vergelten, ihrem Herrn die Treue halten oder sich einen Platz erkämpfen, den ihnen niemand zugestehen will.
Seine Geschichten führen aus dem Gedränge einer Handelsstadt in die Vorzimmer der Mächtigen, über Pässe und durch fremde Länder. Mut und Witz können auch einen mächtigen Gegner schlagen. Man fiebert mit, lacht über freche Antworten und will wissen, wie seine Heldinnen und Helden diesmal aus der Klemme kommen. Und wenn sie gewinnen, freut man sich mit ihnen.
Sein Leben, wie er es sich vorstellt
Ich bin in Quedlinburg aufgewachsen. Hier hatten Könige Hof gehalten und Äbtissinnen über die Stadt geherrscht. Unterhalb des Schlossbergs lagen die Häuser der Kaufleute und Handwerker. Mich beschäftigte früh, wie diese Menschen miteinander ausgekommen waren: wer das Sagen hatte, wer sich etwas herausnahm und wer dafür geradestehen musste. Meine Großmutter erzählte mir Geschichten aus der Stadt. Ihre Könige hatten gelegentlich schlechte Laune, ihre Handwerker meistens das letzte Wort.
Zum Geschichtsstudium ging ich nach Dresden. Zwischen Residenzschloss, Zwinger und den Sammlungen der Kurfürsten bekam meine Vorstellung vom Hofleben Gesichter. Hinter der Pracht standen Ehrgeiz, Geld und die Frage, wer beim Herrscher Gehör fand. Von Dresden aus fuhr ich oft nach Prag. Die Paläste und Gassen dort ließen mich dieselben Fragen aus einer anderen Richtung stellen: Wer durfte durch das große Tor, wer musste am Seiteneingang warten, und wem gelang es trotzdem, seinen Willen durchzusetzen?
Ein Auslandsjahr führte mich nach Rom. Zwischen Forum, Kirchen und Palästen rückten Jahrhunderte zusammen, die im Seminar noch weit auseinandergelegen hatten. Ich blieb oft länger unterwegs als geplant und kam mit mehr Fragen zurück, als ich morgens mitgenommen hatte. Dazu mit einem recht brauchbaren Italienisch und einer Freundschaft, die meine Rückkehr nach Dresden überstand.
Heute lebe ich in Pirna. Die alte Handelsstadt an der Elbe gibt mir Ruhe zum Schreiben; Dresden und der Weg nach Böhmen sind nah. Wenn ein Kapitel feststeckt, gehe ich durch die Altstadt oder hinaus in die Sächsische Schweiz. Meist komme ich mit einer Idee zurück. Gelegentlich auch nur mit Hunger.
Warum er schreibt, was er schreibt
Mich interessieren die Menschen, deren Namen in den Geschichtsbüchern fehlen. Sie haben für ihre Familie gesorgt, ihren Dienst getan oder sich gegen ein Unrecht gewehrt. Ihre Entscheidungen konnten anderen das Leben retten oder den Plan eines Mächtigen zu Fall bringen. Über solche Menschen möchte ich schreiben – über Helden, deren Lieder nie gesungen wurden.
Meine Geschichten beginnen mit der Frage: Was wäre, wenn ein Mensch das Richtige tut? Wenn ein Bote eine Nachricht zurückhält? Wenn eine Handwerkerin einen Verfolgten versteckt? Wenn ein Soldat einen Befehl verweigert, um seine Freunde zu schützen? Ich erfinde Menschen, die damals gelebt haben könnten, und stelle mir ihren Alltag vor: ihre Arbeit, ihre Sorgen, ihren Witz. Dann möchte ich wissen, was sie tun, wenn sie für etwas einstehen müssen und dadurch die Geschichte verändern.
Bücher von Nikolai Dorn
Noch keine Bücher veröffentlicht.